Titel: Verfahren, baumwollenes Garn und Gewebe mit unlöslichen kieselsauren, fettsauren etc. Salzen zu imprägniren, von Alfred Peek in Manchester.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 12 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi01_12

Verfahren, baumwollenes Garn und Gewebe mit unlöslichen kieselsauren, fettsauren etc. Salzen zu imprägniren, von Alfred Peek in Manchester.

Das Verfahren, welches der Genannte sich am 13. März 1861 in England patentiren ließ, hat zum Zweck, die Dichtigkeit der baumwollenen Garne und Gewebe zu erhöhen und denselben ein besseres Ansehen zu geben. Nachdem man das zu behandelnde Fabricat durch Bäuchen, Waschen etc. in gewöhnlicher Art gereinigt hat, imprägnirt man es mit einer Lösung von kieselsaurem Alkali entweder allein oder vermischt mit Fettfeife oder mit Fett- und Harzseife. Es wird dann getrocknet und gelüftet, d.h. an der Luft ausgehängt, und darauf mit der Lösung irgend eines Salzes behandelt, welches das kieselsaure Alkali und die Seife zersetzt und in der Faser unlösliche Verbindungen der Kieselsäure, |78| der Fettsäuren und des Harzes erzeugt. Die hierzu von dem Patentträger in Vorschlag gebrachten Salze sind: Chlorcalcium, Chlorbaryum, Chlormagnesium, Chloraluminium oder die entsprechenden salpetersauren Salze, schwefelsaure Thonerde, Alaun oder Bittersalz; derselbe giebt jedoch dem Chlorcalcium den Vorzug. Statt dieser Salze, deren Basis in dem Gewebe bleibt, kann man jedoch auch ein Ammoniaksalz anwenden. Der Lösung des kieselsauren Alkalis giebt man die Concentration von 7 bis 30° Baumé, je nach der Dichtigkeit, welche man dem Garn oder dem Gewebe geben will. Die Concentration der nachher anzuwendenden Salzlösung richtet sich nach der Art des Salzes und nach dem Grade, in welchem das Fabricat mit kieselsaurem Alkali (Wasserglas) imprägnirt worden ist. (London Journal of arts, Nov. 1861, S. 281; polytechnisches Centralblatt, 1862 S. 284.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: