Titel: Darstellung der Glycerinseifen, von F. A. Sarg in Liesing.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 13 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi01_13

Darstellung der Glycerinseifen, von F. A. Sarg in Liesing.

Unter allen, in den letzten Jahren bekannt gewordenen Toilette-Gegenständen erfreut sich das Glycerin oder sogenannte Oelsüß, sowohl seines geringen Preises, sowie seines wohlthuenden Einflusses wegen, welchen dasselbe auf die Haut ausübt, und wodurch dieselbe vor Sprüngen und Rissen bewahrt, glatt und geschmeidig erhalten wird, des besten Rufes.

Der Wunsch, diese so empfehlenden Eigenschaften des Glycerins auch anderen Toiletteartikeln mitzutheilen, veranlaßte den Erfinder zur Darstellung von Glycerinseifen. Bei der Darstellung dieser Seifen kommt es vorzugsweise darauf an, das Glycerin als solches mit Seifen zu mischen, wobei natürlich eine Verseifung – wodurch seine ursprünglichen Eigenschaften verloren gehen würden – sorgsam vermieden werden muß. Zu diesem Zwecke wird ein Gemenge von fein zertheilter Seife und annähernd gleichen Theilen Wasser und Alkohol im Wasserbade erhitzt, und der ölartigen Seifenlösung, nachdem der größte Theil des Alkohols verflüchtigt, die entsprechende Menge von reinem Glycerin zugesetzt, die Masse gut verrührt und langsam abgekühlt.

Die Quantität des zugesetzten Glycerins ist natürlich, je nach der Verwendung, welche die Seife als Wasch-, Toilette- oder Schmierseife für die kranke Haut findet, verschieden.

Zum Schlusse ist noch zu erwähnen, daß derartige Seifen auch ohne Anwendung von alkoholischen oder ätherischen Lösungsmitteln – auf Kosten eines schönen Aeußeren und entsprechender Brauchbarkeit – dargestellt werden können. (Stamm's illustrirte Zeitschrift, 1862 S. 18.)

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