Titel: Legirung für Kolbenringe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 4 (S. 72–73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi01_4

Legirung für Kolbenringe.

Eine Legirung, zu Kolbenringen für Locomotiven sehr geeignet, wurde durch Hrn. H. Seger im Laboratorium des königl. Gewerbe-Instituts zu Berlin untersucht. Die Legirung enthielt: Zinn, Antimon, Blei, Kupfer, etwas Eisen; es wurde zur Bestimmung |73| der Bestandtheile etwa ein Gramm in Königswasser gelöst, diese Lösung mit Kali übersättigt, und gelbes Schwefelkalium hinzugefügt, um Antimonsulfid und Zinnsulfid zu lösen. Das ungelöste Schwefelblei und Schwefelkupfer wurde mit Salpetersäure digerirt, das Blei als schwefelsaures Salz gefällt, das Kupfer als Halbschwefelkupfer gewogen.

Die Trennung von Antimon und Zinn, welche bei derartigen Legirungen oft auszuführen ist, geschah nach einer Methode, die sehr empfehlenswerth ist, folgendermaßen: die Schwefelmetalle wurden aus der Lösung mit Salzsäure gefällt, abfiltrirt, mit Salzsäure und chlorsaurem Kali gelöst, durch Zink gefällt und auf ein tarirtes Filter gebracht, hierauf gewogen. Die Metalle wurden dann wieder in Salzsäure und chlorsaurem Kali aufgelöst, das Antimon durch Zinn gefällt und das Metall gewogen. Die Differenz beider Wägungen gab das Gewicht des Zinns.

Eine mit Umsicht von Hrn. Seger nach dieser Methode ausgeführte Analyse des fraglichen Metalls ergab in 100 Theilen

Zinn 66,23
Antimon 7,42
Blei 22,86
Kupfer 3,34
Eisen 0,29
––––––
100,14.

(Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1862, Bd. VI S. 197.)

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