Titel: Ueber den Nutzen eines Zusatzes von Kalkbrei zum Bohrwasser; von C. Saacke in Zellerfeld.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 2 (S. 314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi04_2

Ueber den Nutzen eines Zusatzes von Kalkbrei zum Bohrwasser; von C. Saacke in Zellerfeld.

In einigen Gruben des nordwestlichen Oberharzes besteht unter den Arbeitern seit längerer Zeit der Gebrauch, das Bohrwasser mit einer geringen Quantität von Kalkbrei zu versetzen. Namentlich ist dieß der Fall bei dem Betriebe des Ernst August Stollens am Ernst August Schachte bei Wildemann und bei den Gruben Hülfe Gottes und Bergwerks-Wohlfahrt. Die Arbeiter halten sich den Kalk auf ihre Kosten, bewahren denselben, mit Wasser gelöscht, zu Brei angerührt und mit einer Wasserschicht bedeckt, in Holzkästen in der Grube auf, und nehmen zu einem Stunzen voll Bohrwasser = 1/10 Kubikfuß eine Menge Kalkbrei von etwa dem Volumen einer Wallnuß. Das Bohrmehl nimmt dann leicht die Consistenz eines zähen Breies an, womit die Vortheile verbunden sind:

  • 1) daß sich der zähere Bohrschmand leichter an die langen Seiten des Bohrers anhängt, als ein körniger, wodurch das Oertchen des Bohrloches freier und somit dem Bohrer eine reinere Angriffsfläche dargeboten wird.
  • 2) Durch das Anhängen des Bohrschmandes an dem Bohrer wird ferner das zeitraubende Auskrätzern desselben aus dem Bohrloche erspart, da dieser bei Gelegenheit des Herausziehens des Bohrers einfach von letzterem abgeschlagen werden kann.

Das Vermischen des Bohrwassers mit Kalkbrei soll insbesondere bei der Bearbeitung milderer Gesteine, wie Thouschiefer, Grauwacke von geringerer Festigkeit, verschiedener Ganggesteine etc. vortheilhaft seyn. (Berg- und hüttenmännische Zeitung, 1862, Nr. 18.)

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