Titel: Ueber den Bleigehalt der Zinnfolie; von J. H. Baldock.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 3 (S. 394–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi05_3

Ueber den Bleigehalt der Zinnfolie; von J. H. Baldock.

Baldock fand (englische) Zinnfolie, welche er benutzte, sehr bleihaltig und nahm daraus Anlaß, folgende Sorten von Zinnfolie auf ihren Bleigehalt zu untersuchen: |395| I. gewöhnliche Zinnfolie des Handels, II. getriebene Zinnfolie, III. Zinnfolie, welche als Umhüllung für Thee benutzt wird, IV. sogenannte reine Zinnfolie, V. Zinnfolie, welche zu Kapseln dient.

Die Untersuchung ergab folgende Resultate:

I. II. III. IV. V.
Blei 86,93 76,57 88,665 34,375 84,56
Zinn 13,06 23,42 11,345 65,625 15,46
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––
99,99 99,99 100,010 100,000 100,02

Es scheint hiernach, daß die Zinnfolie (in England) sehr gewöhnlich bleihaltig ist, obgleich für den reichlichen Bleizusatz kein triftiger Grund (abgesehen vom Preise des Metalls) vorzuliegen scheint, da die vorerwähnte sogenannte reine Zinnfolie, welche erheblich weniger Blei enthält als die übrigen, in jeder Beziehung besser ist als diese, nämlich dünner, leichter und zäher. Das bleihaltige Zinn mag sich allerdings leichter walzen lassen als das reine Zinn. Man hat öfter auf die Nachtheile des Einpackens von Thee, Schnupftabak etc. in Bleifolie aufmerksam gemacht und Zinnfolie zu diesem Zwecke vorgeschlagen; die Zinnfolie ist aber nach den vorstehenden Ergebnissen möglicherweise so bleihaltig, daß sie keinen Vorzug verdient, sondern eher dem Blei nachsteht, da eine solche aus Blei und Zinn bestehende Folie sich leichter oxydirt, als jedes der Metalle für sich. (Chemical News, Februar 1862, durch chemisches Centralblatt Nr. 20.)

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