Titel: Weiße Glasur für Ofenkacheln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 5 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi05_5

Weiße Glasur für Ofenkacheln.

Zur Anfertigung einer weißen Glasur für Ofenkacheln werden 100 Theile reinstes Blei und 50 Theile Zinn in einer eisernen Pfanne unter stetem Umrühren bei vollkommenem Zutritt der atmosphärischen Luft so lange geschmolzen, bis das Metallgemisch vollständig oxydirt erscheint. Das erhaltene Oxyd wird dann gesiebt und gemahlen. 100 Theilen desselben mischt man bei: 100 Theile Sand, etwa 16 Theile entwässertes reines kohlensaures Natron, 6 Theile Kochsalz und 15 Theile Mennige, worauf das Gemisch in flachen mit Kreide ausgestrichenen verglühten Thonnäpfen geschmolzen und so eine grünlichweiße Masse gewonnen wird.

Um eine rein weiße Glasur zu erhalten, ist es durchaus nothwendig ganz reine eisenfreie Materialien anzuwenden; ebenso ist der Zusatz von Mennige erforderlich, denn ohne dieselbe wird zuweilen eine schwärzliche, statt einer weißen Glasur erhalten, weil möglicherweise Zinnoxydul vorhanden seyn kann, welches durch den Sauerstoff der Mennige vollends in Oxyd übergeführt wird. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1862, Nr 10.)

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