Titel: Vertilgung der Flachsseide.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 164/Miszelle 12 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/mi164mi06_12

Vertilgung der Flachsseide.

Die Flachsseide enthält, wie die chemische Analyse zeigt, in der chemischen Zusammensetzung ihrer Gewebe eine enorme Menge Gerbsäure, und man verfährt deßhalb in England bei Vertilgung derselben auf folgende Weise. Man bringt ein Faß mit Wasser, in welchem 10 Proc. Eisenvitriol aufgelöst sind, auf den Acker und begießt mittelst einer Kautschukröhre, die eine Brause hat, das Unkraut, so viel man davon bis zum Boden hin erreichen kann. Nach Verlauf einiger Stunden sieht man nichts mehr von ihm, als das Fasergerüste, welches aussieht wie zerrissener schwarzer Flor. Die in der Pflanze enthaltene Gerbsäure hat sich durch die Begießung in gerbsaures Eisen verwandelt, wodurch das Gewebe vollständig zerstört wurde, während der Klee nicht im geringsten dadurch angegriffen wird, und nun nach Zerstörung des Unkrauts um so üppiger gedeiht. (Allg. land- und forstw. Ztg.)

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