Titel: Sicheres Mittel gegen Warzen oder Leichdornen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 165/Miszelle 11 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj165/mi165mi02_11

Sicheres Mittel gegen Warzen oder Leichdornen.

Dr. Lange 32) empfiehlt zur Vertilgung der an den Händen oft auftretenden Warzen (Leichdornen) die örtliche Anwendung der Chromsäure, was Prof. Wittstein vollkommen bestätigt gefunden hat. In einem Falle, wo die Hände mit Warzen so besetzt waren, daß sie denselben nicht nur ein häßliches Ansehen gaben, sondern auch den freien Gebrauch derselben hinderten, versuchte man, um sich ihrer zu entledigen, zuerst den Höllenstein. Die Warzen wurden mit einer concentrirten Lösung dieses Salzes mehreremale des Tages betupft, nach ein paar Tagen die schwarz gefärbte Haut mit einem Federmesser entfernt, und das Betupfen wiederholt. Als aber die Warzen sich immer wieder erneuerten, griff man zur concentrirten Salpetersäure, welche indessen nicht besser wirkte. Nun löste der zuletzt Genannte 1 Drachme Chromsäure in 2 Drachmen Wasser auf, und ließ mit dieser Solution das Betupfen zweimal des Tages fortsetzen. Die Warzen färbten sich dadurch bald schwarzbraun. Nach 4 Tagen schälte man die schwarzbraune Kruste mit einem scharfen Messer weg, wiederholte das Betupfen, nahm nach weiteren 4 Tagen die schwarzbraune Kruste wieder weg u.s.w. Die Auswüchse wurden immer niedriger und nach etwa 3 Wochen waren sie gänzlich verschwunden, ohne sich wieder zu erneuern; wenigstens ist seitdem schon ein halbes Jahr verstrichen.

Schmerzhaft ist diese Kur durchaus nicht; nach dem Befeuchten der Warzen mit der Chromsäurelösung spürt man weiter nichts als ein anhaltendes Jucken. (Wittstein's Vierteljahresschrift für praktische Pharmacie, Bd. XI S. 279.)

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Deutsche Klinik, 1860 S. 32.

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