Titel: Ueber die Absorption des in der Luft der Viehställe verbreiteten Ammoniaks.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 165/Miszelle 14 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj165/mi165mi04_14

Ueber die Absorption des in der Luft der Viehställe verbreiteten Ammoniaks.

Hierüber wurden von dem Agriculturchemiker der Station des landwirtschaftlichen Centralvereins der Provinz Sachsen zu Salzmünde, Dr. H. Grouven, Experimente angestellt.

200 Pfd. einer humosen Erde wurden mit 20 Pfd. concentrirter Salzsäure gemischt und je 75 Pfd. dieser Mischung auf einem 10 Quadratfuß großen Brete ausgebreitet und inmitten des Stalles, 2 Fuß unterhalb der Stalldecke, aufgehängt. Es ergab sich, daß von dieser Quantität der Mischung im Verlaufe von 6 Monaten im Pferde- und Schafstalle 1/2 Pfd., im Kuhstalle 1/3 Pfd., also im Verhältniß zur absorbirenden Oberfläche immerhin eine nicht unbedeutende Menge Ammoniak gebunden worden war. Weitere Versuche mit Gyps, indem derselbe im gepulverten Zustande mit dem feuchten Schaf- und Pferdemist vermischt wurde, bestätigten die Ammoniak-bindende Kraft dieses Körpers, selbst wenn derselbe im trockenen Zustande über den Dünger ausgestreut wird. Eine Menge von 1/2 Proc. des Stallmistes reichte bei nur 48stündiger Berührung hin, um beinahe alles flüchtige Ammoniak im Schaf- und Pferdemist zu fixiren. Es ist daher der Gyps zum regelmäßigen Ueberstreuen des Mistes in den Ställen, namentlich in Schaf- und Pferdeställen, allen Landwirthen mit Recht zu empfehlen.

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