Titel: Fett zum Einschmieren von Oberleder, nach W. Martz in Stuttgart.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 165/Miszelle 15 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj165/mi165mi05_15

Fett zum Einschmieren von Oberleder, nach W. Martz in Stuttgart.

(In Württemberg patentirt gewesen.)

Um den gewöhnlichen braunen Fischthran zum Tränken des Leders geeigneter zu machen, behandelt Martz ihn auf folgende Weise. Man bereitet eine concentrirte Gerbstofflöfung durch Auskochen von Eichen-, Fichten- oder anderen Rinden mit Wasser oder aus sonstigen bekannten Gerbmitteln, sodann setzt man

2 Thl. dieser Gerbstofflösung

1 Thl. gewöhnlichen Fischthran

zu und bringt durch Umrühren oder Schütteln den Gerbstoff mit dem Fette so lange in innige Berührung, bis sich solches zu einer festen Butter gestaltet hat und der Gerbstoff mit den in dem Fette befindlichen thierischen Stoffen unlösliche Verbindungen eingegangen und der stark reizende Geschmack gänzlich entfernt ist. Nachdem die wässerigen Theile von dem Thran getrennt worden, mischt man, um letzteren vor baldigem Anlaufen zu schützen, unter 100 Pfd. des so behandelten Fischtrans 2 Loth Kreosot, worauf das Fett zum Gebrauch fertig ist. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1862, Nr. 21.)

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