Titel: Verbesserte Schützentreiber von J. B. Wood in Broughton bei Manchester.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 165/Miszelle 2 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj165/mi165mi06_2

Verbesserte Schützentreiber von J. B. Wood in Broughton bei Manchester.

Während man bisher die Schützentreiber aus zusammengefaltetem Leder herzustellen pflegte, verfertigt sie der Patentträger aus einem massiven Stück, welches er aus Büffel- oder anderen Häuten gewinnt. Die ungegerbten Häute werden 1 bis 2 Tage in Wasser eingeweicht, das eine Temperatur von nicht über 27° C. hat. Sind sie gehörig erweicht, so werden sie mindestens 24 Stunden lang in freier Luft getrocknet und darauf vermittelst einer geeigneten Vorrichtung in schmale Streifchen zerschnitten. Diese Streifchen werden zunächst zwischen geriffelten Walzen und dann zwischen glatten Walzen durchgezogen, bis sie in eine gleichförmige Masse umgewandelt sind. Die Masse wird mindestens 2 Tage lang einer Temperatur von nicht über 32° C. ausgesetzt und inzwischen mehrmals gewendet, bis sie durch und durch weich und plastisch geworden ist. Das so gewonnene Material wird entweder allein oder mit einem Zusatz von Baumwolle, Flachs oder anderen Faserstoffen im Betrage von 10 Proc. zwischen schweren Walzen durchgeführt, wodurch eine möglichst innige Vereinigung der einzelnen Theile bezweckt wird. In diesem Zustande wird es in flache Kuchen, welche die Dicke des Schützentreibers haben, geformt, und aus den Kuchen werden, nachdem sie trocken geworden sind, die Treiber vermittelst eines Durchschnittes ausgeschnitten. Statt dessen kann man auch das Material vermittelst einer hydraulischen Presse in eiserne Formen eindrücken, welche die Gestalt der Schützentreiber haben. Die geformten Stücke werden dann aus den Formen herausgenommen und an einem kühlen Orte so lange stehen gelassen, bis sie gehörig getrocknet und erhärtet sind. – Patentirt in England am 22. Juli 1861. (London Journal of arts, April 1862, S. 218; württembergisches Gewerbeblatt Nr. 34.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: