Titel: Apparat zum Austrocknen von Pflanzentheilen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 168/Miszelle 9 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj168/mi168mi06_9

Apparat zum Austrocknen von Pflanzentheilen.

Für Apotheker, Droguisten u.s.w. ist das Austrocknen frischer Pflanzentheile, wobei sie möglichst wenig an Farbe und Aroma verlieren sollen, immer eine kitzelige Aufgabe. In der französischen Abtheilung der allgemeinen Londoner Industrie-Ausstellung von 1862 sah man das Modell eines hierzu bestimmten Apparates. Derselbe bestand aus einem liegenden Cylinder, oben und unten mit einem Mannloche zum Eintragen und Herausnehmen der Pflanzentheile versehen. In dem Cylinder drehte sich eine mit Zapfen besetzte Achse, die durch Stopfbüchsen in den Endplatten hindurchging. Der Cylinder selbst war mit einem Mantel umgeben, in den Dampf eingelassen werden konnte; außerdem stand das Innere desselben mit einer Luftpumpe in Verbindung. Man begreift, daß auf diese Art die Trocknung bei sehr niedriger Temperatur und sehr rasch ausgeführt werden muß. Wenn man vielleicht fürchtet, daß die flüchtigen aromatischen Oele ebenfalls leicht im luftleeren Raume verdunsten, so ist dabei zu bemerken, daß dieß in noch größerem Maaße der Fall ist, wenn die Pflanzentheile mit großen Massen Luft in Berührung kommen. Jedenfalls wird so die Verharzung der Oele vermieden, auch die Pflanzentheile so vollständig ausgetrocknet, daß bei luftdichter Verpackung so leicht kein Schimmeln und Verderben eintreten kann. H. Schwarz. (Breslauer Gewerbeblatt, 1863, Nr. 11.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: