Titel: Zur Desinfection; von Dr. Le Voir in Leiden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 13 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi02_13

Zur Desinfection; von Dr. Le Voir in Leiden.

Der englische Landwirth Mechi, welcher sich durch seine großartigen Drain- und Bewässerungssysteme so verdient und berühmt gemacht hat, gibt in einem seiner Aufsätze an, daß er die reinigenden Eigenschaften des Dampfes benutzt, um seine großen Compostkeller oder Cisternen geruchlos zu machen. Dieß gelingt vorzüglich.

Ich habe dabei bemerkt, daß man – ohne Dampfkessel – mit einer Bedeckung von stets benetztem Gewebe jeden üblen Geruch wegnehmen kann. Vielleicht ist dieß eine bekannte Thatsache und dann lenke ich die Aufmerksamkeit nur neuerdings darauf, da es zur Benutzung der Fäcal-Stoffe aus den Städten in der Landwirthschaft ein bequemes und ganz kostenloses Desinfectionsmittel ist. Ein nasses Tuch wirkt in einem schnellen Luftstrome so kräftig desinficirend, daß Schwefelwasserstoff, von welchem sich in jeder Minute ein halber Kubikcentimeter per Quadratcentimeter Tuch darunter entwickelt, ganz unbemerkbar gemacht wird.

Faulende thierische Abfälle können auch vorzüglich mit einer Lösung von schwefelsaurer Thonerde, worin feines Knochenkohlenpulver aufgerührt ist, geruchlos gemacht werden. Dieß scheint mir dem Düngerwerth nicht zu schaden. (Journal für praktische Chemie, 1863, Bd. LXXXIV S. 147.)

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