Titel: Ueber den Bienenhonig; von C. Kraut.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 9 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi02_9

Ueber den Bienenhonig; von C. Kraut.

Hr. Dr. Kemper in Bissendorff hat auf meine Veranlassung Bienen ausschließlich mit käuflichem Traubenzucker gefüttert. Er erhielt einen harten gelbweißen Honig, welcher weit weniger süß schmeckt als der gewöhnliche. – Hr. Röders hat in meinem Laboratorium die Untersuchung desselben 'vorgenommen und festgestellt, daß der Honig keine Spur Invertzucker oder Rohrzucker, sondern nur Rechtstraubenzucker enthielt. Dagegen hielt Heidhonig nur Invertzucker, d. i. Rechtstraubenzucker und Linksfruchtzucker zu gleichen Atomen; Cubahonig, welcher nicht ganz frisch zur Untersuchung vorlag, hielt außer Invertzucker etwas Rechtstraubenzucker überwiegend, aber wie auch der Heidhonig keinen Rohrzucker. – Berücksichtigt man Buignet's Untersuchungen über den in Früchten vorkommenden Zucker, so ergibt sich hieraus, daß die Bienen die Beschaffenheit des Zuckers, welchen sie zu Honig verarbeiten, nicht zu verändern vermögen, es sey denn, daß von den Bienen gesammelter Rohrzucker eine Spaltung in Rechtstraubenzucker und Linksfruchtzucker erlitte. (Zeitschrift für Chemie und Pharmacie, 1863 S. 359.)

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