Titel: Rosa und Carmoisin mittelst Fuchsin auf Baumwolle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 11 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi04_11

Rosa und Carmoisin mittelst Fuchsin auf Baumwolle.

Das Färben der Baumwolle mit den Anilinfarbstoffen ist weit schwieriger, als das von Wolle und Seide. Die vegetabilische Faser bedarf einer Beize, um sich genügend fest mit dem Farbstoff zu verbinden. Man wendet bei vorliegender Farbe meistens die Oelbeize an.

Man bringt in ein Porzellan- oder Steingefäß 1 Pfund Olivenöl, setzt demselben nach und nach 4 Loth Schwefelsäure und 1 1/2 Loth Weingeist hinzu, verdünnt diese Mischung mit 10 Pfund Wasser und beizt hierin die Baumwolle. Nach dem Beizen wird dieselbe abgewunden und in gelinder Wärme getrocknet. Die getrocknete Baumwolle wird dann in handwarmem, mit etwas krystallisirter Soda versetztem Wasser genetzt und darauf handwarm mit Fuchsinlösung ausgefärbt. Nach dem Färben spült man nicht, sondern trocknet sogleich.

Um Carmoisin zu erhalten, muß man die Operation des Beizens zweimal vornehmen und natürlich mehr Fuchsinlösung in Anwendung bringen.

Lila und Violett färbt man ganz in derselben Weise, nur daß man eine Auflösung von Anilinviolett anwendet. (Deutsche Musterzeitung.)

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