Titel: Ueber das Verhalten des Chlorkalks zu Zucker und Stärkmehl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 6 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi04_6

Ueber das Verhalten des Chlorkalks zu Zucker und Stärkmehl.

Aehnlich wie ein angefeuchtetes Gemisch von circa gleichen Raumtheilen fein gepulverten doppelt-chromsauren Kalis und Weinsäure beim Zusammenreiben bei gewöhnlicher mittlerer Temperatur, innerhalb weniger Augenblicke, unter Ausstoßung einer großen Menge von Wasserdampf und Spuren von Ameisensäure, in's heftigste Sieden und Aufbrausen geräth, so verhält sich auch ein schwach angefeuchtetes Gemisch von Chlorkalk und Zucker, einerlei ob Rohrzucker, Stärkezucker oder Milchzucker, mit dem einzigen Unterschiede, daß beim Zusammenreiben von gleichen Raumtheilen Stärkezucker und Chlorkalk schon im unbenetzten Zustande diese heftige Reaction nach einiger Zeit einzutreten pflegt. Stärkmehl und Chlorkalk wirken im trockenen Zustande nicht aufeinander, rührt man indeß Chlorkalk mit einem dicken, steifen Stärkekleister zusammen, so verflüssigt sich letzterer augenblicklich, während das Stärkmehl mit dem Kalksalze eine Verbindung einzugehen scheint. (A. a. O.)

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