Titel: Conservirung des Eises.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 13 (S. 399–400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi05_13

Conservirung des Eises.

Die Section für Baugewerbe des nieder-österreichischen Gewerbevereins hat durch ihren Secretär Hrn. Inspektor J. B. Salzmann ein Mittel bekannt gegeben, Eis |400| Jahre lang aufzubewahren. In einer einfachen Breterhütte hatte man Eis eingelegt, und nach einem vollen Jahre, nämlich vom Jahre 1861 bis Ende 1862, stand das Eis bei einer Menge von 27 Kubikklaftern nicht mehr als 6–7 Zoll von den Wänden ab; der Besitzer dieser Hütte hat demzufolge nicht nöthig, heuer frisches Eis für theures Geld einzulagern. Diese Hütte steht frei, ist also ganz den Sonnenstrahlen ausgesetzt. Sie besteht aus vierfachen Breterwänden, welche je 6 Zoll von einander entfernt sind und das Eis umgeben. Von den drei leeren Zwischenräumen dieser Breterwände ist der erste innere Raum mit Asche und der dritte mit Sägespänen ausgefüllt. Der zweite mittlere Raum bleibt leer. Ebenso ist das Eis mit diesen drei Schichten bedeckt, auf welchen ein einfaches Breterdach ruht. Das ganze Häuschen steht bloß zwei Schuh tief in der Erde; der Boden ist mit Ziegeln gepflastert und hat einen Fall, an dessen Ende ein luftdicht eingesetztes Rohr in ein mit Wasser gefülltes Faß einmündet (damit der Zugang der äußeren atmosphärischen Luft nach dem inneren Raum nicht möglich sey), in welches das auf einem Roste liegende Eis abtropft. Die Erbauung einer solchen einfachen Eishütte mit zwei Vorkellern kommt höchstens auf 250 bis 300 fl. zu stehen.

Diese so praktisch bewährte Einrichtung kann demnach sehr empfohlen werden. (Verhandlungen des nieder-österreichischen Gewerbevereins, 1863 S. 218.)

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