Titel: Verfahren bei der Herstellung gußeiserner Ofenkacheln und deren Emaillirung, Bemalung und Vergoldung; von K. Waidelin und C. Gruber in Nürnberg.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1863, Band 169/Miszelle 7 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj169/mi169mi05_7

Verfahren bei der Herstellung gußeiserner Ofenkacheln und deren Emaillirung, Bemalung und Vergoldung; von K. Waidelin und C. Gruber in Nürnberg.

(In Bayern patentirt gewesen.)

Modellirung und Guß geschehen auf gewöhnlichem Wege.

Emaillirung. Nachdem die Kacheln durch eine Beize aus sehr verdünnter Schwefelsäure von Zunder und Rost befreit wurden, werden sie mit einem flüssigen Email, welches aus 1 Pfund Feldspath, 1 Pfd. Flußspath, 4 Loth Borax, 4 Loth Soda und 2 Loth Zinnoxyd gemischt, geschmolzen, dann mit Wasser zu einem dünnen Brei gemahlen wird, überzogen, darauf langsam getrocknet, und, wenn dieß geschehen, in einem Muffelofen weißglühend gemacht, wodurch das Email aufschmilzt.

Die Bemalung oder Vergoldung geschieht, wenn das Grundemail aufgeschmolzen und die Kacheln wieder erkaltet sind, mit in Oel aufgelösten Porzellanfarben oder Gold, und werden dann diese Farben durch Glühen der Kacheln wieder aufgeschmolzen.

Nach metallenen Modellen wird eine Kachel nicht mehr wie 2 1/2 bis 2 3/4 Pfd. wiegen, wodurch ein Ofen, selbst weiß emaillirt, nicht höher wie ein irdener zu stehen kommt.

Diese Kacheln sind so construirt, daß die am Rande derselben befindlichen Leisten den Lehmverstrich zwischen zwei Kacheln verdecken, und die Hohlkehlen der Sestenwände dienen dazu, den zur Verbindung nöthigen Lehm festzuhalten.

Ueberdieß können die Kacheln mit eisernen Klammern zusammengefügt werden, was einem Ofen eine unverwüstliche Dauer geben würde. (Kunst- und Gewerbeblatt für Bayern, 1863 S. 221.)

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