Titel: Pougault's Dampfreiniger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171, Nr. IV. (S. 25–26)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/ar171004

IV. Dampfreiniger von Pougault in Decize (Nièvre Depart.).

Aus Armengaud's Génie industriel, October 1863, S. 195.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Der Erfinder hat seinen früheren Apparat (polytechn. Journal Bd. CLXV S. 414) so verbessert, daß er bei unveränderter Zweckmäßigkeit zu billigeren: Preise hergestellt werden kann. Fig. 29 und 30 stellen den neuen Dampfreiniger in zwei Querschnitten dar.

Der Behälter G aus Eisenblech oder Kupfer ist an der einen Seite mit einem gußeisernen Rohr E verbunden, an dessen flache Oberfläche eine dicke Feder R angeschraubt ist. An dem gleichen Ende des Behälters G ist ferner ein Rohr S vorhanden, durch welches die Röhre b angesetzt wird, wodurch das aus dem Dampfe condensirte Wasser eingeleitet werden soll.

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An der Feder R befindet sich die Platte O, welche fest an der hölzernen oder steinernen Fußplatte des Apparates angeschraubt ist. Auf dieser Platte stehen zwei Fortsätze, welche die Zapfen c eines Bügels d aufnehmen, in dessen oberem Theile die Stange I aufgenommen ist, welche oben mit Schraubengewinde für die beiden Muttern f und e versehen ist. Diese Stange bildet unten ein Ventil im verticalen Theil der Röhre E, wozu sie durch die Stopfbüchse J in diesem Theil der Röhre hindurchgeht. Die beiden Muttern f und e dienen zum Einstellen der Oeffnung dieses Ventils.

Das Ansatzrohr T gestattet den Abfluß des dampffreien Wassers und das Rohr L zwischen dem Eintrittsrohr A und dem Behälter G dient zum Abzug des Dampfes.

Die Wirksamkeit des Apparates ist nun folgende: die Ventilstange I wird durch die Feder R, regiert, welche auf den Bügel d wirkt; nachdem diese Stange befestigt ist, bringt man den Behälter G in Verbindung mit dem unteren Theile derselben und wenn nun das Wasser durch B in diesen Behälter gelangt, so sammelt es sich darin bis zu dem Punkt, wo sein Gewicht die Spannung der Feder überschreitet und diese zum Biegen bringt. In diesem Momente entfernt sich der Ventilsitz von der Stange, so daß das Wasser durch T abfließt. Dadurch wird der Behälter erleichtert, und die Federkraft schließt wieder das Ventil I, worauf das Spiel von Neuem beginnt.

Statt den Apparat direct an die Dampfleitung A zu setzen, kann man ihn auch mit einem besonderen Reservoir verbinden, das möglichst nahe am Cylinder liegt und durch welches der Dampf hindurchgeht, um darin das mitgebrachte Wasser durch das Rohr b abzusetzen.

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