Titel: Ueber die Darstellung eines ausgezeichnet schönen wasserfreien Kupferoxyduls auf nassem Wege; von Prof. Dr. Rud. Böttger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 10 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi01_10

Ueber die Darstellung eines ausgezeichnet schönen wasserfreien Kupferoxyduls auf nassem Wege; von Prof. Dr. Rud. Böttger.

Ein ausgezeichnet schönes, prachtvoll roth aussehendes, wasserfreies Kupferoxydul, das sich weder beim Aussüßen, noch auch nachher in seinem trockenen Zustande zersetzt, gewinnt man, meinen neuesten Beobachtungen zufolge, auf nachstehende Weise: 1 Unze Kupfervitriol, 1 1/2 Unzen sogenanntes Seignettesalz (weinsaures Kali-Natron), 2 Unzen weißen Rohrzucker überschütte man in einer Porzellanschale mit 12 Unzen destillirten Wassers, erhitze das Ganze unter Umrühren, und füge dann, sobald der Zucker sich gelöst und das weinsaure Kupferoxyd sich gebildet hat, 1 1/2 Unzen Aetznatron hinzu, koche unter jeweiligem Umrühren und Ersetzen des dabei verdampfenden Wassers das Ganze circa 1 Stunde lang, d.h. so lange, bis die dunkelblaue klare Flüssigkeit gänzlich farblos geworden und alles Kupferoxydul sich abgeschieden.

Durch bloßes Decantiren entferne man dann die über dem am Boden der Porzellanschale sich abgelagerten Kupferoxydul stehende Flüssigkeit, süße das Präparat noch ein paar Mal auf einem Filter mit Wasser und schließlich mit Weingeist aus, und trockne es. Die Ausbeute an Kupferoxydul aus obiger Quantität Kupfervitriol beträgt durchschnittlich 2 1/4 Drachmen. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1864, Nr. 1.)

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