Titel: Ueber die Fabrication von Beleuchtungsmaterialien aus Braunkohlen in der Provinz Sachsen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 11 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi01_11

Ueber die Fabrication von Beleuchtungsmaterialien aus Braunkohlen in der Provinz Sachsen.

Hierüber hielt in der Sitzung des technischen Vereins zu Hagen vom 4. November v. J. Hr. Hetzer von der dortigen Realschule einen Vortrag. Dieser Industriezweig hat seit 1849, nach den ersten traurigen Resultaten, einen solchen Aufschwung genommen, daß gegenwärtig z.B. zwischen Weißenfels und Zeitz (einem kleinen Umkreise) 32 Fabriken bestehen und der Preis eines Morgens Braunkohlenfeld von 100 auf 800 bis 1000 Thlr. gestiegen ist. Das Verfahren hat sich bedeutend vervollkommnet und sowohl die Methode als die Apparate sind jetzt von den anfänglich eingeführten in vielen Stücken wesentlich verschieden. Als den zweckmäßigsten Destillationsapparat bezeichnete der Vortragende den Rohe'schen Hohofen, welcher einen continuirlichen Betrieb ermöglicht, indem aus ihm die Destillationsproducte unter Anwendung eines Exhaustors durch eine Einrichtung fortgeführt werden, die uns an die neueren Gichtgasfänge der Eisenhohöfen erinnert. Die Trennung des in der Condensationsvorrichtung angesammelten Theeres in Paraffin, Solaröl, Photogen und sogenanntes Benzin (das flüchtigste Product) geschieht durch fractionirte Destillation und die Reinigung des Paraffins nicht mehr, wie anfangs mittelst concentrirter Schwefelsäure, sondern durch Behandlung in einer Centrifugalmaschine und Auswaschen mit dem so eben erwähnten „Benzin,“ welches schließlich durch Destillation gänzlich entfernt wird. (Berggeist, 1863, Nr. 94.)

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