Titel: Durchbohren des Mont-Cenis.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 3 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi01_3

Durchbohren des Mont-Cenis.

Die Fortschritte, welche die Technik in der jüngsten Zeit gemacht hat, berechtigen in Bezug auf die Alpendurchbohrung zu den erfreulichsten Hoffnungen. Die neuen Maschinen (beim Mont-Cenis) wurden erst 1861 in Anwendung gebracht und das Vorrücken im ganzen Monate März desselben Jahres betrug 9 Meter 70 Centimeter. Im April brachte man es auf 17 Meter 50 Centimeter. Das Resultat des ganzen Jahres 1861 waren 170 Meter 54 Centimet. in 209 Arbeitstagen. Im Jahre 1862 konnte in Folge von Verbesserungen der Maschinen 325 Tage gearbeitet und 380 Meter vorgerückt werden. Nach solchen Vorgängen darf man mit Sicherheit annehmen, daß die Berechnung der Dauer des Mont-Cenis-Durchstichs, welche unlängst auf 12 Jahre |76| (statt wie ursprünglich auf 25 Jahre) herabgesetzt wurde, noch viel zu hoch gegriffen ist. Hinsichtlich der Kosten ist nun ebenfalls herausgestellt, daß der laufende Meter nicht über 4000 Lire zu stehen kommt, was für die 12,220 Meter lange Strecke ungefähr 50 Millionen ausmacht. Ende des abgelaufenen Jahres war die Strecke auf eine Länge von 2199 Meter fertig, nämlich 1274 Meter auf der Seite von Bardonneche und 925 auf der Modena-Seite; doch waren auf letzterer bis dahin noch die gewöhnlichen Mittel in Anwendung gebracht worden. (Berggeist, 1863, Nr. 62.)

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