Titel: Ueber Photographien auf Holz für Xylographen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 7 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi01_7

Ueber Photographien auf Holz für Xylographen.

In Nummer 19 der „photographischen Monatshefte“ ist der in diesem Journal Bd. CLXIX S. 275 mitgetheilte Artikel über Photographien auf Holz von Bosse und |77| Fischer in Braunschweig abgedruckt. In einer dem „photographischen Archiv“ entnommenen Note wird berichtet: „Eugen Baroux soll es gelungen seyn, jenen weißen Ueberzug, der allein dem Holzschneider erlaubt, die Wirkung der verschiedenen Theile seiner Zeichnung zu beurtheilen, auf seinen xylographischen Bildern beizubehalten.“

Wir haben in der Beschreibung des Bosse und Fischer'schen Verfahrens gesagt: „man vermöge sonach Photographien auf einen gleich wie mit dem gewöhnlichen Bleiweißgrund präparirten Holzstock zu übertragen.“

Es weicht demnach das Baroux'sche Product von den uns vorliegenden nicht ab, jene Note vindicirt daher ohne Grund ersterem einen Vorzug.

Uebrigens dient der weiße Grund lediglich, um die Striche, welche die Zeichnung bilden, besser sehen zu können, der Xylograph braucht auf einem Holzstock, der ein photographisches Bild trägt, nicht zu zeichnen und beim Schneiden sticht er den weißen Grund total weg. Ist der Schnitt vollendet, so überzeugt er sich mit Hülfe eines Abdrucks auf Papier, ob hier oder da noch eine Nachhülfe erforderlich, um die verlangte Wirkung wiederzugeben. Der weiße Grund hilft nicht das geringste zur Beurtheilung wohl aber zum Sehen während der Arbeit. V.

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