Titel: Ueber Werthbestimmung des Graphits; von Dr. H. Schwarz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 9 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi01_9

Ueber Werthbestimmung des Graphits; von Dr. H. Schwarz.

Die Werthbestimmung der unreinen Graphitsorten wie sie an verschiedenen Punkten, auch in Schlesien, gewonnen werden, kann sich wesentlich nur auf den Gehalt an unverbrennlichen Theilen und reinem Graphit beziehen. Will man den Graphit durch Ausbrennen entfernen, so gelingt dieß nur schwierig, und selbst beim starken Erhitzen in einem Sauerstoffstrome, unvollständig. Eine sehr einfache Methode der Analyse ist dagegen die, daß man die abgewogene Menge Graphit mit überschüssigem Bleioxyde |78| in einem Schmelztiegel mischt, den letzteren gut bedeckt und nun zum Schmelzen des Bleioxyds erhitzt. Nach dem Erkalten findet man am Boden des Tiegels einen Bleiregulus, dessen Gewicht man bestimmt. Auf 207 Theile Blei rechnet man 6 Theile reinen Graphit (oder 34,5 Theile Blei auf 1 Theil Kohlenstoff). Wie man sieht, schließt sich diese Bestimmung an die alte Berthier'sche Methode den Heizwerth der Brennmaterialien zu bestimmen, an. Sie gibt ungemein genaue Resultate, weil der Graphit keine flüchtigen Theile enthält und nur durch die Berührung mit dem schmelzenden Bleioxyde zerlegt wird. (Breslauer Gewerbeblatt, 1863 S. 144.)

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