Titel: Ueber das leichte Abbrechen scharf eingedrehter Achsen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 2 (S. 152–153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi02_2
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Ueber das leichte Abbrechen scharf eingedrehter Achsen

ist vom Ingenieur Grahn in Bremervörde eine theoretische Untersuchung angestellt, die Aufmerksamkeit verdient.

Während die Größe der ruhenden Last, welche den Bruch einer Achse oder überhaupt eines der Biegung unterworfenen Stabes herbeiführt, sich unter übrigens gleichen Umständen lediglich nach dem Querschnitte der Bruchstelle richtet, tritt bei der Zerstörung durch Stoß noch die Größe der Durchbiegung im Augenblicke des Bruches als zweiter Factor auf und wird eine Welle um so eher zerstört, je weniger sie sich durchbiegt. Muß demnach die Bruchbelastung bei einer eingedrehten Achse dieselbe seyn, wie bei einer solchen, welche durchweg nur der eingedrehten Stelle der anderen entsprechend stark ist, so ist der Widerstand gegen Stoß bei der eingedrehten Achse geringer, weil die übrigens vorhandene größere Stärke eine geringere Durchbiegung zur Folge hat.

Wie bedeutend die Widerstandsfähigkeit gegen Stoß (Arbeits-Widerstand) durch Eindrehen abnimmt und wie ungünstig eingedrehte Achsen im Vergleich zu solchen, die durchweg gleich schwach sind, Stößen gegenüber sich verhalten: weist Hr. Grahn durch Rechnung nach, deren Resultate in einer Tabelle zusammengestellt sind. (Organ für die Fortschritte des Eisenbahnwesens, Heft 1, 1863.)

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