Titel: Ueber die Formveränderung der Metalle, wenn man sie rothglühend zum Theil in kaltes Wasser taucht.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 3 (S. 153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi02_3

Ueber die Formveränderung der Metalle, wenn man sie rothglühend zum Theil in kaltes Wasser taucht.

Hierüber hat der Oberstlieutenant H. Clerk im Arsenal zu Woolwich einige Versuche angestellt, welche er in den Verhandlungen der Royal Society mittheilte.

Zu diesen Versuchen dienten Cylinder von verschiedenen Dimensionen aus Gußeisen, Schmiedeeisen, Stahl, Zinn, Zink und Geschützbronze, sowohl hohle wie massive, welche entweder zur Hälfte oder zu zwei Drittel ihrer Länge im rothglühenden Zustande in kaltes Wasser getaucht wurden. Beim Schmiedeeisen konnte diese Erhitzung und Abkühlung fünfzehn- bis zwanzigmal wiederholt werden, bevor das Metall Risse bekam; das Gußeisen zerriß aber nach dem fünften Erhitzen und der hohle Cylinder trennte sich nach dem zweiten Erhitzen rings herum gerade unter der Wasserlinie. Gußstahl hielt zwanzig solche Erhitzungen und Abkühlen aus, zeigte aber auf seiner ganzen Oberfläche zahlreiche Risse. Beim Gußeisen und Stahl zeigte schon nach dem ersten Erhitzen der außerhalb des Wassers befindliche Theil einen kleineren Durchmesser, welcher beim Gußeisen etwa 1 Zoll oberhalb der Wasserlinie am kleinsten war. Das Schmiedeeisen zeigte diese Formveränderung in geringerem Grade als Gußeisen und Stahl. Zinn zeigte keine Formveränderung; Messing, Geschützbronze und Zink zeigten die Erscheinung schwach, aber statt einer Zusammenziehung oberhalb der Wasserlinie entstand daselbst eine Ausdehnung oder Ausbauchung. (Mechanics' Magazine, Juli 1863, S. 528.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: