Titel: Einwirkung freien Chlors auf überschüssiges wässeriges Ammoniak, von Haarhaus und Fresenius.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 8 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi02_8

Einwirkung freien Chlors auf überschüssiges wässeriges Ammoniak, von Haarhaus und Fresenius.

Da Schönbein darauf aufmerksam machte, daß bei der Einwirkung von Chlor auf Ammoniak auch etwas chlorsaures Ammoniak entsteht,62) so scheint sich diese Reaction nicht mehr zur quantitativen Bestimmung des Chlors neben der Salzsäure zu eignen. Der Gehalt von 50 K. C. Chlorwasser wurde durch Jodkaliumlösung zu 0,0752 und 0,0753 Grm. (0,15050 Proc. Cl) festgesetzt. Als gleichviel desselben Chlorwassers durch wässerige schweflige Säure zersetzt und das Chlor durch Silber bestimmt wurde, ergab sich der Gehalt zu 0,0771 und 0,0774 (0,15050 Proc. Cl und 0,004 Proc. als HCl). In Ammoniakflüssigkeit, zu welcher 50 K. C. des Chlorwassers gesetzt wurden, war nach vierstündiger Digestion 0,0763 und 0,0761 (0,1524 Proc.) Chlor nachweisbar; zieht man von diesen 0,1524 Proc. die als HCl vorhanden gewesenen 0,004 Proc. ab, so bleibt für das freie Cl 0,1484, also 0,0021 weniger (auf 100 Th. Chlor 1,4), als durch das Jodkalium angezeigt wurde. (Zeitschrift für analytische Chemie, 1863, Bd. II S. 59.)

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Man s. Anderson über die Zersetzung der Ammoniakflüssigkeit durch Chlor“ im polytechn. Journal Bd. CLXVI S. 76.

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