Titel: Paraffinpapier statt Wachspapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 12 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi03_12

Paraffinpapier statt Wachspapier.

Das Paraffin ist jetzt ein überall erreichbarer Handelsartikel geworden und man erhält es zu circa 1 fl. in einem farb- und geruchlosen Zustande. Dieses reine Paraffin ist ein vorzügliches Material zur Bereitung des Paraffinpapiers, welches das Wachspapier in Rücksicht auf das Verfahren der Darstellung und die technische Verwendung, aber auch in ökonomischer Beziehung beachtenswerth übertrifft und selbst dem Pergamentpapier Concurrenz machen wird. Da das Paraffin schon bei 35 bis 40° R., also leichter als das Wachs schmilzt, auch weniger leicht als dieses erstarrt, so ist nur eine gelinde Wärme nöthig, um die Durchdringung des Papiers zu erreichen. Bei unvorsichtig vermehrter Hitze tritt nicht so leicht, wie beim Wachs, eine Bräunung des Papiers, sondern eine Verdampfung des Paraffins ein. Das Paraffinpapier ist weit zweckmäßiger verwendbar als das Wachspapier. Dieses hat stets einen mehr oder – weniger ranzigen Geruch, es ist gegen Feuchtigkeit, besonders alkalischen Stoffen und Säuren gegenüber, wenig beständig, dagegen bleibt das Paraffinpapier geruchlos und wird von Feuchtigkeit, alkalischen und sauren Substanzen sehr schwierig alterirt. Ferner ist das Paraffin nahezu 1/3 billiger als Wachs und in seiner Fähigkeit, die Papierfaser zu durchdringen, um 1/3 stärker als dieses. (Dr. Hager's pharmaceutische Centralhalle, 1863, Nr. 45.)

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