Titel: Verbesserung im Gießen von Barren, nach Johnson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 3 (S. 231–232)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi03_3
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Verbesserung im Gießen von Barren, nach Johnson.

Metallbarren von Silber, Gold, Stahl etc. werden meistens in eiserne Formen gegossen, die aus 2 oder mehreren Theilen bestehen und von oben gefüllt werden. Hierbei ist es kaum zu vermeiden, daß die rasch sich erwärmende und ausdehnende Luft dem Eingießen Schwierigkeiten in den Weg stellt; auch mengt sich dem Guß leicht Schlacke bei und macht die Barren undicht und fehlerhaft. Johnson wendet eine aus 3 Theilen bestehende, durch Schraubenbolzen zusammengehaltene Form an, die 10 Barrenformen, um eine centrale weitere Eingußöffnung gruppirt, enthält. In diese centrale Form, die etwas höher ist als die umgebenden, wird das Metall von oben eingegossen. Es läuft durch Canäle am Boden nach den umgebenden kleineren Formen und steigt in diesen gleichmäßig auf. Man läßt das Metall in die centrale Form so lange einfließen, bis es an die obere Mündung der umgebenden Formen herantritt, läßt dann erkalten, entfernt die zusammenhaltenden Schraubenbolzen und nimmt die Barren heraus, indem man sie von den Eingußzapfen (dem in den Zuführungscanälen befindlichen Metalle) abschlägt. Das ganze Formsystem ist unten offen und wird beim Guß auf eine ebene Platte aufgesetzt und dort durch Schrauben etc. befestigt, damit die Form nicht durch das flüssige Metall gehoben wird, wodurch Verluste eintreten würden. (Breslauer Gewerbeblatt, 1863, Nr. 24.)

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