Titel: Neues Mittel gegen Mäuse und Ratten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 16 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi04_16

Neues Mittel gegen Mäuse und Ratten.

Rodwell behauptet, daß Mäuse, Ratten und ähnliche Schadenthiere auf allen englischen Landwirthschaftshöfen ebensoviel verzehren, als die doppelte Bevölkerung einer Stadt wie London, was gegenwärtig die Summe von 6 Millionen Fr. ausmacht. Wenn man die Ration an Roggen erhebt, welche für eine solche Besatzung während eines Jahres erfordert wird, so erhält man den Werth von 500 Millionen Franken, um welche diese Schadenthiere das Budget des Grundeigenthums belasten. Diese Ziffern mögen bei einer Nachrechnung an ihrer Größe verlieren, sie können uns aber die Gefahr vor Augen halten, welche damit verbunden ist, wenn wir diese Kostgänger gewähren lassen, und an den Nutzen erinnern, den ihre Vertilgung haben muß, und daher schließen wir folgerichtig unsere Beobachtung mit der Angabe eines neuen Ausrottungsmittels für alle Nagethiere, wozu die Mäuse gehören.

Ein solches ist nun kohlensaurer Baryt in der Gestalt eines feinen Pulvers. Um ihn als Mäusegift zu verwenden, wird das Pulver mit Mehl gemengt oder zu einem Teige geknetet, der immer als Köder dienen kann. Dieser Stoff, welcher seine volle Wirkung auf diese Thiere übt, wird in England jährlich in großer Menge zur Vertilgung von Feldmäusen und Ratten verbraucht. Das Journal d'Agriculture pratique empfiehlt ihn insbesondere aus dem Grunde, weil er nicht die Nachtheile der anderen früher angewendeten Gifte hat.

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