Titel: Lederwalzmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 5 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi04_5

Lederwalzmaschine.

Zu den Verbesserungen, welche in letzter Zeit in der Schuhfabrication gemacht wurden, gehört auch die Lederwalzmaschine. Dieselbe hat den Zweck, das langweilige zeitraubende Klopfen der Sohlen unnöthig zu machen. Sie besteht aus zwei entsprechend verbundenen eisernen Walzen, die im beliebigen Abstand zu einander gestellt und mittelst des Schwungrades und Kurbel bewegt werden können. Das vorher angefeuchtete Sohlleder wird davor gehalten, von den in Bewegung sich befindenden Walzen gefaßt und alsdann mit möglichster Gleichmäßigkeit ausgerollt. Ein Bursche zur Aufgabe des Leders und ein anderer zum Drehen der Kurbel können so in einer Stunde das Leder für mehr als 100 Paar Stiefeln ausrollen, und zwar leichter, bequemer und besser als dieses durch Klopfen oder Hämmern des Leders geschehen kann. Die Maschine ist so einfach und zweckentsprechend, daß es wirklich zu verwundern ist, wie noch so viele Schuhmacher bei dem alten Klopfproceß verharren mögen. (Dr. Burger's kurze Berichte, 1863 S. 70.)

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