Titel: Godin's Verfahren zur Fabrication des Chlorbaryums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 8 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi04_8

Godin's Verfahren zur Fabrication des Chlorbaryums.

Godin's Verfahren (patentirt in Belgien am 10. März 1863) besteht im Zusammenschmelzen eines Gemenges von schwefelsaurem Baryt, Kohle, Kalkstein und Chlorcalcium.

Bei dieser Operation reducirt die Kohle den schwefelsauren Baryt zu Schwefelbaryum; das Schwefelbaryum und Chlorcalcium bilden dann durch gegenseitige Zersetzung Chlorbaryum und Schwefelcalcium; letzteres verbindet sich mit dem durch die |317| Zersetzung des Kalksteins erzeugten Kalk zu unauflöslichem Calcium-Oxysulfuret, analog dem bei der Fabrication der rohen Soda entstehenden.

Das Product der Operation ist also ein Gemenge von Chlorbaryum und unauflöslichem Calcium-Oxysulfuret, nebst ein wenig unzersetztem schwefelsaurem Baryt und Kohle, Kalkstein und überschüssigem Chlorcalcium.

Man laugt das Chlorbaryum von den anderen unauflöslichen Körpern aus, dampft die Auflösung ab und calcinirt den Rückstand oder läßt ihn krystallisiren.

Zum Schmelzen kann man ein Gemenge anwenden, welches besteht aus:

100 Theilen schwefelsaurem Baryt,
35 bis 50 Kohle,
15 bis 25 Kalkstein,
40 bis 60 Chlorcalcium.

(Armengaud's Génie industriel, Januar 1864, S. 47.)

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