Titel: Gehämmerte Messingröhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 5 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi05_5

Gehämmerte Messingröhren.

In Frankreich stellt man sie folgendermaßen dar: Die gegossene, etwa 3 Fuß lange und im Metall 1/2. Zoll oder darüber starke Röhre wird in eine Maschine gebracht, wo sie auf einem kurzen horizontalen Stahldorne steckt. Die Verlängerung des Dornes wird durch eine Eisenstange gebildet, welche länger ist als die fertige Röhre. Diese Stange geht durch die Röhre hindurch und gestattet deren Fortbewegung in der Längenrichtung, während der Dorn unbeweglich ist. An der Stelle, wo sich der Dorn befindet, wird die Röhre äußerlich von unten gut unterstützt. Oberhalb der Unterstützung befindet sich ein Fallhammer, welcher etwa 300 Schläge in der Minute ausübt. Dieser Fallhammer wird zuerst mit einer schmalen, abgerundeten Bahn versehen, um die Streckung der Röhre bis zur erforderlichen Länge, resp. Wandstärke, auszuführen, wobei der Dorn als Amboß dient. Während der Wirkung des Hammers wird die Röhre langsam um ihre Achse gedreht und in der Längenrichtung verschoben, so daß die Hammerschläge in einer engen Schraubenlinie von einem Ende der Röhre zum anderen wirken. Ist die Streckung in gehöriger Weise ausgeführt, so wird an Stelle der schmalen Bahn eine breitere in den Hammerkörper eingesetzt und damit das Rohr geglättet; dasselbe erhält auf diese Weise eine eben so glatte Oberfläche wie ein gezogenes Rohr. (Berggeist, 1864, Nr. 13.)

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