Titel: Anfertigung der sogenannten unzerbrechlichen Schiefertafeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 171/Miszelle 8 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj171/mi171mi06_8

Anfertigung der sogenannten unzerbrechlichen Schiefertafeln.

Seit längerer Zeit kommen für den Schulgebrauch sogen, unzerbrechliche Schiefertafeln vielfach im Handel vor, deren Herstellung als Fabrikgeheimniß betrachtet wird. Prof. Dr. Artus in Jena hat dieselben untersucht und gefunden, daß sie aus dünnem Eisenbleche mit einem fest anhaftenden Ueberzuge bestehen. Letzterer ist fein zertheilter, mit Kienruß gemischter Schiefer, für welchen eine Lösung von kieselsaurem Kali und Natron (Wasserglas) als Bindemittel dient. Als beste Mischung wird empfohlen: 7/8 höchst fein zerriebener Schiefer, 1/8 Ruß und eine Wasserglaslösung aus gleichen Theilen Kali- und Natronsilicat von 1,25 spec. Gewicht. Die Wasserglaslösung wird durch Lösen von gleichen Theilen festem, fein zerstoßenem Kali- und Natronwasserglase in der 6- bis 8fachen Menge weichen Flußwassers und Verdünnen mit heißem Wasser bis zur Erreichung des angegebenen spec. Gewichtes dargestellt. Mit ihr wird der feingestoßene und auf einem Farbenreibsteine mit Wasser zu unfühlbarem Staube angerührte Schiefer, welchem der Ruß zugesetzt wird, angerieben. Mit dieser Masse werden die Eisentafeln gleichmäßig bestrichen. Auch für Papier und Pappe läßt sich obiger Ueberzug vortheilhaft verwenden, ebenso für Zink zur Herstellung eines Schieferzinkes für Dachbedeckungen und Ableitungsröhren. Doch ist für letztern Fall nur eine Lösung von Kaliwasserglas anzuwenden, da Natronwasserglas leicht ein Abblättern des Ueberzuges herbeiführt. (Deutsche Industriezeitung, 1863, Nr. 47.)

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