Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
XLV. Die Schrämmaschine von William Firth und Samuel Firth in Burley bei Leeds.Mit Abbildungen auf Tab. III.Die Erfinder dieser Schrämmaschine46) (patentirt in England am 30. Juli 1863) haben dieselbe so eingerichtet, daß die Bewegungsvorrichtung der Schräm- oder Keilhaue leicht den verschiedenen Fallrichtungen der Schichten angepaßt werden kann. Das Wagengestell wird so an den |190| Eine weitere Verbesserung besteht darin, daß mit dem Luftcylinder ein Luftreservoir verbunden wird, welches einen regelmäßigen Zufluß der comprimirten Luft sichert. Man hat nämlich gefunden, daß bei dem jetzigen System der Luftzutritt nicht regelmäßig und zeitweilig nicht ausreichend erfolgt, und glaubt durch die Anbringung eines solchen Luftreservoirs mit entsprechender Ventilanordnung diesen Uebelstand beseitigen zu können. Dieses Luftreservoir kann entweder in unmittelbarer Verbindung mit dem Schieberkasten stehen oder in einer geringen Entfernung von demselben sich befinden. Sein Inhalt beträgt das Drei- bis Vierfache des Cylinderinhalts. Fig. 5 zeigt den Grundriß eines entsprechenden Wagengestelles mit einem oscillirenden Cylinder, der vor dem festen Cylinder deßhalb den Vorzug verdient, weil dadurch die Länge der Maschine erheblich abgekürzt wird. Bei Herstellung horizontaler Schlitze bewegt sich der Cylinder um eine verticale Achse, bei Herstellung verticaler Schlitze um eine horizontale. Die Kolbenstange ist direct mit dem Hebel verbunden, an welchem die Büchse für den Helm der Keilhaue sitzt. Die Drehachse des Hebels kann nach Bedürfniß an die eine oder andere Seite des Wagens verlegt werden. Bei Anwendung eines festen Cylinders schließt sich die Kolbenstange, wie Fig. 6 zeigt, an ein Gelenkstück, das an beiden Enden mit je einer Kurbel verbunden ist. Die eine Kurbel treibt die Keilhaue und die andere ist mit einem entsprechenden Gegengewicht belastet. (London |191| |189|
Man s. über die Gewinnung der Steinkohle mittelst Maschinen den Bericht von W. Firth im polytechn. Journal Bd. CLXX S. 413; ferner die Beschreibung der Schrämmaschine von Firth und Donnisthorpe in Bd. CLXXI S. 401. A. d. Red. |
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