Titel: Erkennung des vegetabilischen Elfenbeins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 173/Miszelle 14 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj173/mi173mi01_14

Erkennung des vegetabilischen Elfenbeins.

Das sogenannte vegetabilische Elfenbein, die Früchte einer Palmenart, wird bekanntlich sehr viel zu kleinen Drechslerarbeiten statt des echten Elfenbeins benutzt. Man soll dasselbe leicht durch Einlegen in concentrirte Schwefelsäure erkennen, durch welche es allmählich immer intensiver roth gefärbt wird. Nach zwölf Stunden ist es tief purpurroth geworden. Diese Färbung rührt von der gleichzeitigen Einwirkung auf vorhandene Zucker- und Eiweiß-Substanzen her und ist zuerst von Raspail bei mikroskopischen Untersuchungen angewendet worden. Der weiße Theil der Kokosnußschalen wird ebenso gefärbt. Durch Wasser verschwindet die Färbung. Es scheint hierdurch ein Mittel gegeben, die jetzt häufiger vorkommende Verfälschung der als Dünger verwendeten Elfenbein- und Knochenspäne mit solchen von vegetabilischem Elfenbein zu erkennen. (Breslauer Gewerbeblatt.)

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