Titel: Die natürliche antimonige Säure von Borneo.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 173/Miszelle 5 (S. 152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj173/mi173mi02_5

Die natürliche antimonige Säure von Borneo.

Auf dieser Insel wird viel natürliches Schwefelantimon gewonnen. Neben diesem Erz kam von dort schon seit längerer Zeit ein weißlich-gelbes Material nach Europa, das mit manchen Feldspatharten Aehnlichkeit hat, und daher von den Antimonfabrikanten häufig als werthlose Gangart weggeworfen seyn soll.

Jetzt stellt sich indessen heraus, daß dieß natürliche antimonige Säure, oder antimonsaures Antimonoxyd ist, und in der reinsten Form bis 65 Proc. metallisches Antimon enthält, während das reinste Schwefelantimon nur 45 Proc. metallisches Antimon liefert. Man reducirt das feingepulverte Erz mit einem Gemenge von Kohle, Potasche oder Weinstein und Soda, um eine möglichst leichtflüssige Schlacke zu bekommen. Auch wendet man das Mineral nach dem Rösten und Pulvern als gelblichweiße Farbe zu Anstrichen an, welche Farbe eben so gut deckt als Bleiweiß, ohne jedoch so giftig zu seyn.

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