Titel: Ueber eine Verbindung von arseniger Säure mit Schwefelsäure; von F. Reich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 173/Miszelle 10 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj173/mi173mi03_10

Ueber eine Verbindung von arseniger Säure mit Schwefelsäure; von F. Reich.

Schon früher sind auf Rösthaufen mitunter Krystalle von Schwefelsäure haltender arseniger Säure beobachtet worden. Der Verfasser fand solche sehr schön in dem Canale, welcher zur Fortführung der schwefligen Säure dient, die durch Verbrennung von Kiesen zur Schwefelsäurebereitung auf der Muldener Hütte bei Freiberg erzeugt wird. Sie waren bis 1/2 Zoll lang und 1 Linie dick, und erschienen frisch wasserhell, wurden aber an der Luft bald matt, undurchsichtig und feucht, und es lief aus ihnen sehr concentrirte Schwefelsäure aus, bis endlich nur arsenige Säure zurückblieb. Es wurden darin 27,81 Proc. Schwefelsäure und 72,13 Proc. arsenige Säure gefunden; die Formel AsO³, SO³ erfordert 28,78 SO³ und 71,22 AsO³. Beim Erhitzen im Glasrohre entweicht wasserfreie Schwefelsäure und es bleibt geschmolzene arsenige Säure zurück, die sich nur langsam sublimiren läßt.

Der Verf. erwähnt, daß er nach Beendigung seiner Untersuchung erfahren habe, daß Kosmann ebenfalls diese Krystalle untersucht und in der Versammlung der Naturforscher zu Stettin 1863 einen Vortrag darüber gehalten habe. (Journal für praktische Chemie, November 1863, Bd. XC S. 176.)

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