Titel: Ueber die Fabrication des Jods.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 173/Miszelle 9 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj173/mi173mi03_9
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Ueber die Fabrication des Jods.

Bei der gewöhnlichen Darstellungsweise des Jods ist bekanntlich der Verlust ein ziemlich großer, indem theils bei der Calcination ein nicht unbeträchtlicher Theil der Jodalkalien sich verflüchtigt, theils in Berührung mit der Kohle oder anderen Aschenbestandtheilen sich zersetzt. Der Verfasser macht daher die Fabricanten auf eine Methode aufmerksam, nach der die Algen in geschlossenen Gefäßen destillirt werden sollen, und theilt folgende Resultate eines Versuchs mit, bei dem 20,000 Centner Seepflanzen in Anwendung kamen. Es wurden im Destillate erhalten:

flüchtiges Oel 8,145 Liter
Paraffinöl 10,125
Naphtaöl 4,590
brennbares Gas 1,000,000 engl. Kub. F.
Kohle und Asche 6700 Centner
essigsaurer Kalk 100
Jod 1300 Kilogrm.
Ammoniaksalz 25 engl. Pfund
schwefelsaures Kali 20
Chlorkalium 50
schwefelsaures Natron 160

Der Kalk des essigsauren Kalks wurde natürlich dem Destillate erst zugefügt. (Journal de Chimie médicale, August 1863. t. IX p. 451; chemisches Centralblatt, 1864, Nr. 29.)

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