Titel: Das Küp'sche Sprengpulver.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 173/Miszelle 5 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj173/mi173mi05_5

Das Küp'sche Sprengpulver.

In der Versammlung des österreichischen Ingenieurvereins (Abtheilung für Berg- und Hüttenwesen) am 9. März d. J. theilte Herr General-Probiramts-Director M. v. Lill die Resultate der Untersuchungen mit, welchen auf seine Veranlassung das Küp'sche Sprengpulver unterzogen worden war.

Stoß und Reibung wirken nicht mehr als bei gewöhnlichem Pulver.

Erhitzung: Schwefel sublimirt, bei 300° C. noch keine Entzündung.

Feuchtigkeitsanziehen nicht mehr als bei gewöhnlichem Pulver.

Schußwirkung gleich 5/6 von gewöhnlichem Pulver.

Sprengwirkung gleich groß mit gewöhnlichem Pulver.

Analyse: 66 salpetersaures Kali,
8 Natron,
9 Schwefel,
16 Kohle, aus Holzkohle und Kohks gemischt.

Das Pulver scheint auf nassem Wege bereitet zu seyn, indem gröblich gepulvert Schwefel und Kohle in die concentrirte Salpeterlösung eingerührt und das Ganze unter fortwährendem Rühren zum Trocknen gebracht würde. Pulver, unter diesem Verfahren nachgeahmt, hat genau dieselben Eigenschaften.

Hieraus ergibt sich die praktische Folgerung, daß dieses Küp'sche Pulver beim Sprengen eben so viel wirkt, als unser gewöhnliches Sprengpulver, während es bedeutend wohlfeiler ist als dieses letztere. Außerdem theilten einige der Anwesenden mit, daß Küp's Sprengpulver in der Grube auffallend wenig Rauch entwickle. (Zeitschrift des österreichischen Ingenieurvereins, 1864 S. 111.)

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