Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Zweckentsprechende Balsamirungsmethode.Als solche wurde, anläßlich der Einbalsamirung eines Menschenherzens, folgende erprobt: 7 Theile wasserfreies Chlorzink, 3 Theile wasserfreies Chloraluminium und 1 Theil arsenige Säure wurden in 4 Theilen Salzsäure und 50 Theilen Wasser gelöst, die Lösung bis zum Sieden erhitzt, auf 80° C. erkalten gelassen und das Herz darin untergetaucht und durch fünf Stunden macerirt. Hierauf wurde das Herz durch öfteres Einsenken in starken Alkohol und Aussetzen an die Luft möglichst entwässert und das trockene Herz in eine Lösung von 3 Theilen Myrrhen, 3 Theilen Tolubalsam, 3 Theilen Storax calamita, 1 Theil Citronenöl, 1 Theil Caryophyllenöl, 1 Theil Cassiaöl in 21 Theilen eines Gemenges aus gleichen Theilen Lavendel- und Rosmarinöl untergetaucht und zwei Tage darin macerirt. Das balsamirte Herz wurde nun nach dem Abtrocknen an der Luft in eine Schmelze getaucht, die aus 50 Theilen japanesischen Wachses, 10 Theilen Paraffin, 5 Theilen Asphalt, 5 Theilen Drachenblutharz und 5 Theilen Tolubalsam durch Zusammenschmelzen bei gelinder Wärme bereitet worden war. V. Kletzinsky, k. k. Landesgerichts-Chemiker in Wien. (Jahresbericht des chemischen Laboratoriums der Wiedner Oberrealschule, 1864.) |
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