Titel: Nobel'sches Sprengpulver.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 6 (S. 85)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi01_6

Nobel'sches Sprengpulver.

Mehrfach ist in diesem Journal das neue Sprengpulver (Nitro-Glycerin) besprochen worden, welches in Stockholm von dem Ingenieur Nobel angefertigt wird. Berichten aus Stockholm zufolge ist am 3. September d. J. die Nitro-Glycerin-Fabrik des genannten Ingenieurs in die Luft geflogen. Es verlautet darüber Folgendes: Der jüngste Sohn des Ingenieurs Emil Nobel, war mit einem Technologen Hertzman mit Experimenten beschäftigt gewesen, die zum Zwecke hatten, eine einfachere Bereitungsweise des Nitro-Glycerins herzustellen, welche es zugleich leichter explodiren mache. Durch eine Unvorsichtigkeit entstand eine Explosion, welche sich dem übrigen in offenen Behältern verwahrten Nitro-Glycerin mittheilte. Letzterer Stoff entzündet sich bekanntlich nur bei einer Hitze von 180° C. oder durch die Explosion eines Gegenstandes an seiner Oberfläche. E. Nobel und der Technolog nebst einem jüngeren Knaben und einem 19jährigen Mädchen, welche hilfreiche Hand beim Experimentiren leisteten, wurden total verbrannt an verschiedene Stellen geworfen. In der Fabrik waren ungefähr 200 Pfd. Nitro-Glycerin, welche an Kraft einer Pulvermenge von 1200 Pfd. entsprechen, außerdem einige 100 Pfd. Salpeter und Schwefelsäure. (Berggeist, 1864, Nr. 74.)

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