Titel: Oberflächen-Condensation mittelst eines Luftstroms.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 1 (S. 160–161)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi02_1

Oberflächen-Condensation mittelst eines Luftstroms.

Mit solcher Oberflächen-Condensation ist kürzlich in der Hecker'schen Baumwollspinnerei in New-York ein Versuch gemacht worden, der namentlich durch den in störender Weise aufgetretenen Wasserstein veranlaßt worden war. Obwohl eine hinreichende Menge Kühlwasser verfügbar war, so beschloß man doch, den Versuch mit einem Luftstrom zu machen.

Zu diesem Zweck wurden Rahmen aus Holz, 2 1/2 und 7 Fuß groß, hergestellt und beiderseits mit Eisenblech beschlagen, welches 17 Unzen per Quadratfuß wog. Von den so gebildeten Kästen wurde eine gewisse Anzahl neben einander mit passenden Zwischenräumen für die Luftcirculation aufgestellt und der Retourdampf in die Kästen geleitet, während ein Ventilator die Luft in die Zwischenräume saugte. Das Saugen wurde dem Pumpen vorgezogen, weil dabei die Luft verdünnt, mithin abgekühlt wird, während das Pumpen sie comprimiren, also ihre Temperatur erhöhen würde. Auch soll beim Luftsaugen eine Kraftersparniß von zwei Drittel gegen das Pumpen stattfinden.

Kleine Oeffnungen in den Kästen erhielten darin das Gleichgewicht mit dem Atmosphärendruck.

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Bei den Versuchen mit diesem Apparat ergab sich, daß jeder Quadratfuß Oberfläche ein Pfund Dampf in der Stunde condensirte; dabei war die Temperatur der Luft beim Eintritte 15°,5 C., beim Austritt 32° C. Es erschien dieses Resultat so zufriedenstellend, daß diese Condensationsmethode bei sechs Maschinen eingeführt und dazu 10000 Quadratfuß Oberfläche verwendet werden sollen. (Mechanics' Magazine, Mai 1864, S. 305.)

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