Titel: Aufbewahrung der Zuckerrüben und anderer Wurzeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 12 (S. 167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi02_12

Aufbewahrung der Zuckerrüben und anderer Wurzeln.

Bekanntlich sind die Rüben, Kartoffeln, Topinambours u.s.w. beim Aufbewahren einerseits dem Frost, andererseits dem Keimen oder der Erhitzung und mithin der Verderbniß ausgesetzt, wodurch bei großen Landwirthschaften, Zuckerfabriken u.s.w. nicht selten erhebliche Verluste veranlaßt werden. Kostspielige Einrichtungen anzuwenden, verbietet die Natur der Waare. Die HHrn. Waroquier in Charleville und Maljean in Mézières haben daher ein einfaches, wohlfeiles und leicht anzuwendendes Verfahren zur Aufbewahrung der genannten Pflanzentheile aufgesucht und dabei die Beobachtung benutzt, daß diejenigen Runkelrüben sich am besten erhalten, welche oben auf den Haufen, oder gar außerhalb derselben an der Luft gelegen hatten. Sie kamen daher auf den Gedanken, durch die Haufen oder Miethen hindurch Luft mechanisch einzuführen, welche die ganze Masse durchdringt und alle Wurzeln umspült. Eine solche, beliebig oft wiederholte Operation ist ohne complicirte Apparate und überall leicht auszuführen.

Es werden demnach in den Wurzelmagazinen Canäle oder Röhren angebracht, welche in Verbindung mit anderen, mit Löchern versehenen stehen, die die Luft nach allen Richtungen durch die Haufen oder Miethen vertheilen. Den Luftstrom liefert eine Pumpe oder ein Ventilator in beliebiger Weise. (Armenqaud's Génie industriel, Mai 1864, S. 277.)

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