Titel: Helles und weiches Oberleder zu erzielen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 14 (S. 168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi02_14

Helles und weiches Oberleder zu erzielen.

Gerber haben schon öfters die Frage aufgeworfen, wie der Kalk vollkommen rein nach dem Streichen des Oberleders und vor dem Einbringen desselben in das Loh entfernt werden könne. Ein alter erfahrener Gerber ertheilt folgenden sehr guten Rath. In eine große mit 15–20 Eimern Flußwasser gefüllte Kufe bringe man einen Schoppen Salzsäure und etwa 10 Maaß schlechte Sauerbrühe aus einem Ziehfasse oder einer Treibfarbe; nachdem das Wasser gut umgerührt ist, bringe man die gut bestrichenen Häute oder Felle hinein und stoße sie darin etwa eine Viertelstunde. Nach Verfluß einer ganzen Stunde herausgenommen, ist die Waare sehr glatt und weich, weil die letzten Kalkreste daraus entfernt sind. Das erste Loh im Ziehfasse soll ebenfalls kein frisches seyn, doch kann es nach dieser Prozedur auch angewendet werden, ohne daß es nachtheilige Folgen für die Milde und die helle Farbe des Leders verursacht. (Reuchlin's Lederhandlung.)

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