Titel: Anilinfarben für die Oelmalerei zu Präpariren; von V. Kletzinsky.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 8 (S. 245)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi03_8

Anilinfarben für die Oelmalerei zu Präpariren; von V. Kletzinsky.

Ein einfaches Verfahren, die Anilinfarben für die Oelmalerei und den Oeldruck zu Präpariren, besteht darin, die Farbe (Fuchsin, Violett, Azulin u.s.w.) in stärkstem Alkohol zu lösen, diese Lösung mit gepulvertem Dammarharz zu sättigen, die Tinktur zu filtriren, und das Filtrat in reines oder kochsalzhaltiges Wasser zu gießen, welches während des Eingießens durch Umrühren bewegt wird und mindestens die zwanzigfache Menge der Tinctur betragen muß. Die in Pulvergestalt sich absetzende Farbe wird auf Filtern gesammelt, mit Wasser ausgewaschen und getrocknet. Sie läßt sich mit Mohnöl, Leinöl und Oelfirnissen gut anreiben und kann man damit malen und drucken. Der Umstand übrigens, daß die prachtvollen, gegen chemische Agentien so hartnäckig trotzenden Anilinfarben ziemlich lichtscheu sind, dürfte einer derartigen Verwendung kaum das Wort reden. (Jahresbericht der Wiedner-Oberrealschule 1864.)

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