Titel: Ueber ungewöhnlich große Krystalle von chlorsaurem Kali; von Franz Stolba in Prag.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 7 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi06_7

Ueber ungewöhnlich große Krystalle von chlorsaurem Kali; von Franz Stolba in Prag.

Das bei uns im Handel vorkommende chlorsaure Kali bildet bekanntlich kleine irisirende Tafeln. Dagegen erhält man auf dem Unionswerk zu St. Helens in Lancashire beim Umkrystallisiren des daselbst in großem Maaßstabe dargestellten Salzes mitunter Tafeln von 8 Zoll Länge und Breite, und einer Linie Stärke. Die Bildung so großer Krystalle erklärt sich leicht daraus, daß man bei dem dritten Umkrystallisiren sehr große Massen der warmen Salzlösung in großen Bleipfannen äußerst langsam, nämlich erst in einigen Wochen auskühlen läßt. Nicht alle Krystallisationen zeigen das prachtvolle Farbenspiel in gleichem Grade; die Erfahrung hat gelehrt, daß sich die Krystalle, welche diese Erscheinung am schönsten zeigen, nur aus besonders reinen und klaren Lösungen abscheiden. Auch die Spaltungsflächen dieser schief rhombisch krystallisirenden und parallel der Endfläche vollkommen theilbaren, ziemlich gleichseitigen, sechsseitigen Tafeln, zeigen diese Erscheinung gleich schön. (Journal für praktische Chemie, 1864, Bd. XCIII S. 117.)

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