Titel: Asbestbad bei Destillationen in chemischen Laboratorien; von Dr. Emil Erlenmeyer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1864, Band 174/Miszelle 8 (S. 462–463)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj174/mi174mi06_8
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Asbestbad bei Destillationen in chemischen Laboratorien; von Dr. Emil Erlenmeyer.

Bei der Destillation von Flüssigkeiten, welche leicht stoßen, sowie bei allen fractionirten Destillationen besonders von Gemengen solcher Flüssigkeiten, welche einen hohen Siedepunkt haben, fand ich es sehr vortheilhaft, das Destillationsgefäß auf ein Drahtnetz zu stellen, auf welchem Asbest in dünner, aber dichter Schicht ausgebreitet ist. Man kann sich des so häufig im Handel vorkommenden spröden und kurzfaserigen Asbests bedienen, welcher zu Pfropfen doch nicht verwendbar ist. Die auf solchem Asbestbad erhitzten Flüssigkeiten sieden ganz ruhig und regelmäßig, und wenn man auch die Wände des Gefäßes, welche nicht von Flüssigkeit berührt sind, mit Asbest umgibt, indem man das Drahtnetz entsprechend anschmiegt, so werden sie weit weniger überhitzt als wenn man ein bloßes Drahtnetz oder ein Sandbad anwendet. Ich habe dieses Asbestbad jetzt in so vielen Fällen mit großem Vortheil angewendet, daß ich es mit gutem Gewissen empfehlen kann. Es braucht kaum hinzugefügt zu werden, daß es auch beim Kochen mit aufsteigendem Kühlrohr etc. angewendet werden kann. (Zeitschrift für Chemie und Pharmacie, 1864 S. 639.)

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