Titel: Neues Verfahren, Gußeisen zu härten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 6 (S. 84–85)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi01_6
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Neues Verfahren, Gußeisen zu härten.

Um nach dem in England für W. E. Newton zu London patentirten Verfahren Gußeisen zu Härten, auf welche Weise es auch immer erzeugt sey, wird dasselbe zuerst durch Guß, durch Abdrehen oder Feilen in die Form gebracht, welche der daraus zu verfertigende Gegenstand erhalten soll, und dann langsam in einem geeigneten Ofen erhitzt, bis es eine kirschrothe oder blutrothe Farbe annimmt. In dieser Hitze wird es in einem angesäuerten Wasser von folgender Zusammensetzung abgelöscht und abgekühlt. Man nimmt ein Pfund Schwefelsäure und eine Unze Salpetersäure auf einen Gallon (10 Pfund) Wasser und rührt das zu härtende Eisen darin so lange, bis es erkaltet ist. Das Eisen erhält dadurch einen Härtegrad, wie gehärteter Stahl und auf eine solche Tiefe der Schicht, daß es für die gewöhnlichen Zwecke ausreicht, ohne daß sich die Form dabei biegt oder verzieht.16) (Züricher monatl. Gewerbeblatt.)

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Das württembergische Gewerbeblatt, 1864 Nr. 52, bemerkt, daß einige vom Mechanicus Eberbach in Stuttgart vorgenommene Proben den Werth dieses Verfahrens bestätigt haben. A. d. Red.

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