Titel: Ueber das Verleimen des Pergamentpapiers; von C. Brandegger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 9 (S. 86)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi01_9

Ueber das Verleimen des Pergamentpapiers; von C. Brandegger.

Mancher Verwendung des Pergamentpapiers, besonders für Buchbinder- und Cartonnage-Arbeiten, Umhüllungen zu überseeischen Waarenversendungen und vielerlei andere technische Zwecke stand der Uebelstand entgegen, daß es auf andere Stoffe, wie Holz, Pappe u.s.w., aufgeleimt, sich leicht wieder loslösen ließ, auf sich selbst verleimt gar nicht halten wollte. Verschiedene Zusammensetzungen von Klebmitteln ergaben alle kein befriedigendes Resultat, bis ich durch den hiesigen Orgelbauer Ebermayer, welcher mein Pergamentpapier als Ersatz für Leder anwenden wollte, aufmerksam gemacht wurde, daß dem erwähnten Uebelstande vollständig begegnet wird, wenn man das Pergamentpapier auf der Seite, auf welcher es verleimt werden soll, zuerst mit Alkohol oder starkem Branntwein erweicht und dann noch feucht auf das mit starkem Leim überstrichene Material auflegt und mit dem Falzbein gehörig verstreicht. Soll das Pergamentpapier aber mit sich selbst verbunden werden, so behandelt man beide sich berührende Flächen in dieser Weise. Ein so aufgeleimtes Stück Pergamentpapier zerreißt eher, als daß es sich an der Verbindungsstelle loslösen ließe.

Ellwangen, im December 1864.

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